© Regine Datin

ANDERE JUGENDSTILGEBÄUDE UND‑RUNDGÄNGE

AUTRES EDIFICES

Rund um 1900 erlangte Nancy mit dem Jugendstil und seinen herausragenden Künstlern weltweite Bekanntheit. Dieses außergewöhnliche Kunstabenteuer, das eine Allianz zwischen Kunst und industrieller Produktion besiegelte, zog unter dem Namen „Schule von Nancy“ in die moderne Welt ein. Initiiert von Emile Gallé, inspirierte sich eine ganze Künstlergeneration an Pflanzenwelt und Wissenschaft und gab der ganzen Stadt ein neues Bild und dem Alltag neuen Schwung. Ob Glaswerk und Keramik, Mobiliar, Kunstschmiedearbeit, Buchbinderei, Buntglasfenster, Skulpturen oder Architektur von Privathäusern, Banken, Geschäften, alles ist geprägt vom immensen Talent der Künstler aus Nancy.

„IM HERZEN DES GESCHÄFTSVIERTELS“

Dieser Spaziergang, von der Place Maginot bis zur Place Stanislas, vermittelt einen schönen Einblick in das Wirtschaftsleben der Jahre um 1900: Geschäfte, Banken, Zeitungslokale, aber auch Hotels, Brasserie und Veranstaltungssäle. Die Schule von Nancy hat es verstanden, den technologischen Fortschritt und das handwerkliche Können in der dekorativen Kunst zur Bearbeitung von Stein, Metall, Glas und Holz sowie den Unternehmergeist, der in jener Zeit das industrielle Bürgertum charakterisierte, gekonnt für sich zu gewinnen.

Auf keinen Fall verpassen:

  • Brasserie L’Excelsior (1910)
  • Der ehemaliger Samenhandel (1901)
  • Die Bank Crédit Lyonnais (1901)

„SAURUPT-PARK“

Im Jahr 1901 beschloss Jules Villard auf dem Gelände rund um sein Schloss eine Gartenstadt „zwischen Stadt und Land“ im Jugendstil anzulegen. Das Projekt eines umzäunten Privatparks mit Bewachung wird den Architekten Emile André und Henry Gutton anvertraut. Von den ursprünglich vorgesehenen 100 Villen werden nur sechs gebaut, darunter das Pförtnerhaus. Um dem Projekt neues Leben einzuhauchen, werden die Villen durch Reihenhäuser ersetzt, die eher dem damaligen Markt entsprechen und der Park wird öffentlich zugänglich.

Auf keinen Fall verpassen:

  • Pförtnerhäuschen (1902)
  • Villa Les Glycines (1902-1904)
  • Villa Les Roches (1904)

„RUND UM DEN PARK SAINTE-MARIE“

Ausgangspunkt für den Spaziergang durch das malerische Viertel Sainte-Marie ist das herrliche Museum der Schule von Nancy. In den von Familienhäusern und kleinen Gärten gesäumten Straßen weicht die Stadt der Natur und farbenprächtiges Blumendekor ziert selbst das bescheidenste Gebäude.

Auf keinen Fall verpassen:

  • Museum der Schule von Nancy (1911-1912)
  • Haus Biet (1907)
  • Rue Felix Faure (1900-1910)

„RUND UM DIE VILLA MAJORELLE“

Der Spaziergang startet am Bahnhof in westliche Richtung zur Villa Majorelle, das berühmteste Jugendstilhaus von Nancy. Als Folge des Deutsch-Französischen Krieges von 1870, nach der Annexion von Elsass-Lothringen, wird Nancy zur Hauptstadt von Ostfrankreich. Die Stadt erfährt in kurzer Zeit einen bedeutenden Bevölkerungszuwachs, sodass sich eine neue Stadt jenseits der Bahnlinie entwickelt.

Auf keinen Fall verpassen:

  • Villa Majorelle (oder Villa Jika) (1901-1902)
  • Das Gebäude France-Lanord (1902-1904)
  • Die Apotheke Jacques (1903)